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Schwardtmanns Poesie-Rezept 2

Schwardtmanns Poesie-Rezepte

SCHWARDTMANNS POESIE-REZEPTE
weitergereicht von Dirk Schulte

Melanzani-Ingwer-Curry mit Minzjoghurt
Poesie-Dessert: „Hans der Schwärmer“ von Detlev von Liliencron

Dieses Gericht gehört zu den Kreationen, die Schwardtmann mit einem „Das könnte ich von morgens bis abends essen“ geadelt hat. Im Rahmen unserer kulinarischen Millenniumsfeierlichkeiten, die sich vom September 1999 bis weit ins Frühjahr des neuen Jahrtausends erstreckten, waren wir auf der Suche nach leichter, aber markant schmeckender Kost, die sich zudem schnell zubereiten lassen sollte. Nach einigen mäßig erfolgreichen Versuchsreihen mit Zucchini (Schwardtmann: „Schmeckt irgendwie immer noch nach nichts“) blieben wir schließlich bei der Aubergine hängen, die Schwardtmann aus unerfindlichen Gründen bis heute bei ihrem österreichischen Namen „Melanzani“ nennt.

Es war ein Samstagmittag im Frühjahr 2000, als ich neun oder zehn violette, beim türkischen Gemüsehändler gekaufte Auberginen in die Küche trug und sie im Halbkreis auf der geräumigen Anrichte ausbreitete. Immer wieder hatten wir in der Vergangenheit schon die Aubergine auf dem Speiseplan, allerdings mehr als Anhängsel von Tomate oder Zucchini denn als Zentralobjekt kulinarischer Begierde. Nun standen wir staunend und fast ein wenig ratlos vor dieser tiefdunklen Pracht. Schwardtmann nahm eins der Nachtschattengewächse in die Hand. „Schau dir diese reine Haut an, einfach makellos. Wie ein Fetisch aus einer anderen Welt.“  Mit einem „Moment, bin gleich zurück“ verschwand er in sein Arbeitszimmer, während ich im Kochbuch-Regal zu stöbern begann.

Als er nach einer Weile zurückkam mit diesem speziellen wissenden Blick, war mir gleich klar, dass er heimlich das Internet befragt hatte. Er könne es sich selbst nicht erklären, wieso er dieses ganz außerordentliche Gewächs bislang so stiefväterlich behandelt habe, brach es aus ihm heraus. Ob mir eigentlich klar sei, dass der Mensch die Melanzani ohne Gefahr für Leib und Leben quasi ständig essen könne. Mit ihrem über 80-prozentigen  Wasseranteil könne man sie nachgerade trinken, wann immer einem danach sei. Ihre Kalorien seien kaum noch errechenbar, dafür seien die Anteile an verwertbaren Kohlehydraten und Ballaststoffen umso höher.

Und erst die Vitamine, die Vitamine! Da renne alle Welt in die Apotheken und kaufe dieses Pulverzeugs, dabei läge die wahre, echte und nackte Offenbarung doch sozusagen vor der Türe. Ob ich, und bei diesen Worten senkte er seine Stimme, mir eigentlich jemals Gedanken darüber gemacht hätte, dass die Wartezimmer der Ärzte prall gefüllt seien mit Zeitgenossen, deren Eiweißstoffwechsel nachhaltig gestört sei. Abertausend Leidende, genaue Zahlen lägen ihm leider nicht vor, hielten die Ärzte von der Arbeit ab, weil ihnen das Provitamin B6 fehle, das sie doch so bequem und quasi zum Schnäppchenpreis aus der Melanzani beziehen könnten. Vom Vitamin-C- und Provitamin-A-Anteil wolle er nun gar nicht erst reden, wir hätten schließlich eine kulinarische Mission zu erfüllen, und was ihn betreffe, sei er hochmotiviert.

Er, Schwardtmann, kenne niemanden, der sich der Beuyschen These von der Energiegewinnung durch Kraftvergeudung verbundener als er selbst fühle, aber alle Kraftvergeudung sei zum Teufel, wenn man nicht an das energieumwandelnde Phosphor denke – und an Phosphor dächte er nun gerade, weil die Melanzani, das sei eine unumstößliche Tatsache, eine Menge davon besäße.

Während seines Monologs, der es locker mit denen der großen europäischen Dramatiker aufnehmen konnte, hatte ich die eigentlich fürs Essen bereitgestellte Flasche Silvaner entkorkt und uns eingeschenkt. Nach zwei Gläsern und einem Schwall weiterer Lobpreisungen Schwardtmanns an die Aubergine machten wir uns ans Werk.

Drei Stunden und eine weitere Flasche Silvaner später saßen wir essend am Küchentisch,
hochzufrieden mit dem Ergebnis, das nicht zuletzt auf Schwardtmanns großer Würzkunst beruhte. Als Beilage zum „Melanzani-Ingwer-Curry mit Minzjoghurt“ wählten wir  einen guten Basmati-Reis, in den darauffolgenden Wochen stellten wir aber fest, dass auch Kartoffeln oder frisches Weißbrot sehr gut dazu schmecken.

Zutaten für 4 Personen

4 - 5 große violette Auberginen
8 - 10 Tomaten
3 - 4 kleine Thai-Chilis
4 EL frischer Ingwer
4 Knoblauchzehen
4 Zwiebeln
2 Stangen Zimt
1 TL Honig
1 gestr. TL Kurkuma (gemahlen)
1/4  TL Kreuzkümmel (gemahlen)
1 gestr. TL Koriander (gemahlen)
400 ml Gemüsebrühe
100 ml Kokosmilch
500 g Natur-Joghurt
6 Stiele Minze
Sonnenblumenöl
Olivenöl
grüner Pfeffer (frisch gemahlen)
3 TL Weißwein (Silvaner)

Die Auberginen der Länge nach halbieren. Die Schnittflächen leicht salzen und 15 Minuten ziehen lassen. Danach mit einem Küchenpapier trockentupfen.

Die Tomaten häuten (dazu kurz in kochendes Wasser tauchen, dann unter kaltem Wasser abschrecken), vierteln und das Fruchtfleisch zerstampfen. Die Zwiebeln in etwa 1/2 cm kleine  Würfel schneiden. Knoblauch, Ingwer und Thai-Chilis fein hacken.

In einer Pfanne 3 EL Sonnenblumenöl erhitzen. Die Auberginen mit den Schnittflächen etwa 2 Minuten braten, wenden und eine weitere halbe Minute braten. Dann herausnehmen und jedes Auberginenstück in drei etwa gleichgroße Teile schneiden.

Knoblauch und Zwiebeln andünsten, die Tomaten sowie Ingwer, Kurkuma, Kreuzkümmel und Koriander hinzufügen und 2 - 3 Minuten unter Rühren weiter braten.

Die heiße Gemüsebrühe langsam hinzufügen und zum Köcheln bringen. Die Kokosmilch, die Zimtstangen, den Honig und einige Spritzer Silvaner hinzufügen. Salzen und pfeffern, dann  die Auberginenstücke hineinlegen und bei kleiner bis mittlerer Hitze zugedeckt noch etwa 20 Minuten köcheln.

Die fein gehackten Minze-Blätter unter den kühlschrankkalten Joghurt heben, Salz, Pfeffer und einen Spritzer Olivenöl hinzufügen.

Die Auberginenstücke auf einer Platte anrichten. Die Sauce über die Auberginen gießen (Zimstangen entfernen). Mit dem Minz-Joghurt servieren. Beilage: Kartoffeln, Reis oder Brot

Poesie-Desert: „Hans der Schwärmer“ von Detlev von Liliencron

Hans der Schwärmer

Hans Töffel liebt Schön Doris sehr,
Schön Doris Hans Töffel vielleicht noch mehr.
Doch seine Liebe, ich weiß nicht wie,
Ist zu scheu, zu schüchtern, zu viel Elegie.
Im Kreise liest er Gedichte vor,
Schön Doris steht unten am Gartentor:
Ach, käm’ er doch frisch zu mir hergesprungen,
Wie wollt’ ich ihn herzen, den lieben Jungen.
Hans Töffel liest oben Gedichte.

Am andern Abend, der blöde Tor,
Hans Töffel trägt wieder Gedichte vor,
Was Schön Doris wirklich sehr verdrießt,
Da er immer weiter und weiter liest.
Sie schleicht sich hinaus, er gewahrt es nicht;
Just sagt er von Heine ein herrlich Gedicht.
Schön Doris steht unten in Rosendüften
Und hätte so gern seinen Arm um die Hüften.
Hans Töffel liest oben Gedichte.

Am andern Abend ist großes Fest,
Viel Menschen sind eng aneinandergepreßt.
Heut muß er’s doch endlich sehn, der Poet,
Wenn Schön Doris sacht aus der Türe geht.
Der Junker Hans Jürgen, der merkt es gleich;
Die Linden duften, die Nacht ist so weich.
Und unten im stillen, dunklen Garten
Braucht heute Schön Doris nicht lange zu warten.
Hans Töffel liest oben Gedichte.

Detlev von Liliencron, fotografiert 1905 von dem Hamburger Portraitfotografen Rudolf Dührkoop   Detlev von Liliencron, fotografiert 1905 von dem Hamburger Portraitfotografen Rudolf Dührkoop.

Detlev von Liliencron

Geboren als Friedrich Adolf Axel Freiherr von Liliencron am 3. Juni 1844 in Kiel,
gestorben am 22. Juli 1909 in Alt-Rahlstedt, heute Hamburg.

Während einer seiner öffentlichen Lesetouren, die ihn durch Deutschland und Österreich bis zum Balkan führten, kündigte Liliencron sich einmal folgendermaßen an: “Und nun tritt Ihnen ein kleiner untersetzter Mensch entgegen, mit dicken Burgunderbacken und einem Bierbrauer-Rittmeister- und Gutsbesitzergesicht. Es ist geradezu mein Stolz, dass ich immer für einen Fettwarenhändler gehalten werde. Entsetzlich wär’s für mich, sähe ich aus wie ein Dichter.“
Der Sohn eines Zollverwalters und einer Generalstochter wurde 1863 Offizier in Mainz, musste wegen hoher Verschuldung den Militärdienst aber 1875 aufgeben. Im selben Jahr emigrierte er nach Amerika, wo er sich u. a. als Klavier- und Sprachlehrer über Wasser hielt. Bereits 1877 nach Deutschland zurückgekehrt, fand er eine Anstellung in der preußischen Verwaltung. Die 1877 geschlossene Ehe mit Helene von Bodenhausen scheiterte bereits ein Jahr nach der Heirat und wurde 1885 geschieden.

1882 arbeitete er als Hardesvogt auf der nordfriesischen Insel Pellworm, wo auch eins seiner  bekanntesten Gedichte, „Trutz, blanke Hans“, entstand. Zum Hauptmann der Reserve ernannt, wurde er 1883 Kirchspielvogt im holsteinischen Kellinghusen.
1885, als infolge der Verschuldung seine Dienstbezüge gepfändet wurden, musste Liliencron aus dem Staatsdienst ausscheiden.

Seit 1885 lebte Liliencron als freier Lyriker, Dramatiker und Romancier u. a. in München, seit 1891 in Altona (heute Hamburg). Hier wurde auch seine 1887 geschlossene zweite Ehe mit
der Gastwirtstochter Augusta Brand geschieden.

Liliencrons prekäre finanzielle Situation zwang ihn in der Folge zu Lesereisen und Kabarett-Auftragsarbeiten, bis Kaiser Wilhelm II ihm 1901 schließlich ein jährliches ’Ehrengehalt’ von 2000 Mark zusicherte. Mit seiner dritten Frau, der Bauerntochter Anna Micheel, die er 1899 geheiratet hatte, ließ sich Liliencron in Alt-Rahlstedt (heute Hamburg) nieder, wo er am 22. Juli 1909 verstarb.

Liliencrons Werk widersetzt sich eindeutigen epochenbezogenen Zuordnungen. Es finden sich Bezüge zu Romantik und Naturalismus ebenso wie Elemente von Impressionismus und Expressionismus. Liliencron inspirierte unter anderem den jungen Rainer Maria Rilke und auch Hugo von Hofmannsthal. Mit Richard Dehmel, einem der größten Dichter seiner Zeit,  verband ihn eine lebenslange Freundschaft.

Weiterführende Links:

Detlev von Liliencron – Biografie

Detlev von Liliencron: „Trutz, blanke Hans

Detlev von Liliencron – “Werke im „Projekt Gutenberg

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Poëzie - Poesie

Gedicht des Monats - Gedicht van de maand

Poëzie

Op school
hebben ze jou met gedichten gekweld
zoals iedereen van ons
maar de poëzie is geduldig
klopt van tijd tot tijd discreet aan
bedelt niet
belooft niets
wil niets verkopen
biedt een omhelzing aan
of indien nodig twee

onlangs lazen wij fredy neptune
waren helemaal dronken
voor weken
dan de fredy-ontwenningskuur
kwellingen niets dan kwellingen
sluipt nog altijd stiekem naderbij
fredy met de sterke armen
bedelt niet
belooft niets
wil niets verkopen
biedt een omhelzing aan
of indien nodig twee

©Michael Basse      ©Vertaling: Peter Mioch

Het gedicht is opgedragen aan de Australische schrijver Les Murray en zijn verzenepos “Fredy Neptune”. Uit: skype connected. Ein Liebesbrevier. Verlag Ralf Liebe (Uitgeverij Ralf Liebe), Weilerswist 2010

Poesie

In der schule
haben sie dich mit gedichten gequält
wie jeden von uns
aber die poesie ist geduldig
klopft diskret von zeit zu zeit an
bettelt nicht
verspricht nichts
will nichts verkaufen
bietet eine umarmung an
oder zwei wenn nötig

kürzlich lasen wir fredy neptune
waren ganz besoffen
für wochen
dann die fredy-entziehungskur
qualen nichts als qualen
schleicht sich immer noch heimlich an
fredy mit den starken armen
bettelt nicht
verspricht nichts
will nichts verkaufen
bietet eine umarmung an
oder zwei wenn nötig

©Michael Basse

Dieses Gedicht ist dem australischen Schriftsteller Les Murray und seinem Vers-Epos “Fredy Neptune” gewidmet. Aus: skype connected. Ein Liebesbrevier. Verlag Ralf Liebe (Uitgeverij Ralf Liebe), Weilerswist 2010

Michael Basse

Michael Basse, geboren in 1957 in de Duitse stad Bad Salzuflen (Noordrijn-Westfalen) begon zijn loopbaan met een leertijd bij een krant en werkte daarna in redacties van kranten en radio-omroepen. Later studeerde hij filosofie, psychologie en Duits in Regensburg en München.

Tot nu toe zijn er vijf dichtbundels uitgekomen. Zijn gedichten werden ook in tijdschriften (Sinn und Form, NDL, Akzente, Wespennest e.a.) en bloemlezingen gepubliceerd. In het najaar verschijnt het romandebuut van Michael Basse onder de titel Karriere: ein  Millenniums-Roman.

Michael Basse vertaalde gedichten van Blaga Dimitrova, Ljubomir Nikolov, Boiko Lambovski (Bulgaars), Anise Koltz, Jean Portante (Frans) und John F. Deane (Engels) in het Duits. Van 1994 tot 1999 schreef hij regelmatig literatuurkritieken voor de Süddeutsche Zeitung.

Sinds 1993 is Michael Basse vrije medewerker bij de publieke omroep van Beieren. Vandaag leeft hij in München.

Boeken

skype connected. Ein Liebesbrevier (Een liefdesbrevier). Verlag Ralf Liebe (Uitgeverij Ralf Liebe), Weilerswist 2010, ISBN 978-3-941037-43-4
Prachtmenschen. Neue Gedichte (Nieuwe gedichten). Verlag Ralf Liebe (Uitgeverij Ralf Liebe), Weilerswist 2008, ISBN 978-3-935221-98-6
Brave new world prosodisch. Hör-CD (Luister-cd), Klanglogo, München 2007
Partisanengefühle (Partizanengevoelens). Lyrische Protokolle (Lyrische verslag). Buch mit beiliegender Audio-CD (Boek met bijgevoegde audio-cd) P. Kirchheim Verlag (P. Kirchheim Uitgeverij), München 2004, ISBN 3-87410-098-7
Die Landnahme findet nicht statt (Het inbezitnemen van land gebeurt er niet). Gedichte und Prosagedichte (gedichten en prozagedichten). Corvinus Presse, Berlijn, 1997, ISBN 3910172539
Und morgens gibt es noch Nachricht (En ’s  morgens is er nog nieuws). Gedichte. Edition Toni Pongratz, Hauzenberg, 1992 (1994,2), ISBN 3-923313-75-6 (2. Auflage)

Literaturwerkstätten und Literaturbüros in der Bundesrepublik. Ein Handbuch der Literaturförderung und der literarischen Einrichtungen (editeur, tezamen met Eckard Pfeifer). Hempel Verlag (Hempel Uitgeverij), Lebach 1988, ISBN 3925192255

Vertalingen

Moszkva-polaroid. Gedicht (Hongaars). In: Napút, 12.Jahrgang, Heft 3, Napkut Verlag, Budapest 2010
Aus der Vorgeschichte. Gedichte (Engels, Frans en Duits). In: Europoésie, Journal of the European Academy of Poetry, No 1; Daedalus Press, Dublin 2004
Da capo und andere Gedichte. Gedichte (Engels, Duits). In: Dimension, Vol. 17/2, Hg. von A. Leslie Wilson, Austin/Texas 1988, ISSN 0012-2882

Tijdschriften (selectie)

Ein einziges lyrisches Missverständnis, Borchardt, Adorno und die neue deutsche Befindlichkeit. In: Heinz Ludwig Arnold und Gerhard Schuster (Hrsg.): Rudolf Borchardt, Text und Kritik Sonderband, München 2007
Die kleinen Orgasmen der Poesie. Die Übersetzerin und Essayistin Eva Hesse und der literarische Ordnungsdienst
, Wespennest Heft 138, 1/2005
Auschwitz als Welterfahrung. Der ungarische Schriftstellers Imre Kertész, MERKUR 6/1999
Augenblicke des Verschwindens. Der Wiener Essayist und Erzähler Franz Schuh, MERKUR 1/1997
Ingeborg Bachmann und die literarische Öffentlichkeit. WESPENNEST Heft 108, 3/1997
Ich sitze auf Ruinen und notiere… - Bosniens Literatur der unausgesprochenen Wörter, WESPENNEST Heft 103, 2/1996
Von Erben und Editoren. - Ingeborg Bachmanns Nachlass, WESPENNEST, Heft 102, 1/1996
Die wiedervereinigte Literatur. Deutschlandbilder fünf Jahre nach der Wende, Neue Literatur, Offenbach, Heft 3/95
Ein Ketzer, wie er im Buche steht. Über Fritz Rudolf Fries, Bayerische Akademie der Schönen Künste, Jahrbuch 9, Oreos Verlag, Schaftlach 1995
Die Schule der Gottlosigkeit. zu Aleksander Tismas gleichnamigem Buch, Neue Literatur, Offenbach, Heft 4/94
Die Ohmacht des Suizidologen. Die Selbstmörder-Bibliographie des Hans Rost, Universitas 6/1992
Risse im Gebälk. Aspekte der bulgarischen Gegenwartsliteratur, Frankfurter Allgemeine Zeitung v. 18.01.1990
Medea, Kassandra und die Arbeit am Mythos. - Gespräch mit Dagmar Nick, Neue Deutsche Hefte, Heft 203, 3/1989; wieder abgedruckt in: Medea - ein Monolog. Rimbaud Verlag, Aachen 1991
Der lange Weg des Johannes Poethen, Sirene Nr.2/1988
Wohnen im Wort? Über die Heimatsuche in zeitgenössischer Lyrik, Widerspruch, Münchener Zeitschrift für Philosophie, Heft 14/ 1987

Essays en portretten op de radio (selectie)
Alle uitzendingen zijn telkens nog verkrijgbaar via de afdeling geluidopname van de publieke omroep Beieren.

Die Kämpfe der Mary de Rachewiltz. Aus dem Leben der Dichterin, Übersetzerin und Tochter Ezra Pounds, BR 2005, 57 Min. (Mary de Rachewiltz bij Wikipedia)
Rebellin aus Passion. Portrait der Essyaistin und Übersetzerin Eva Hesse, BR 2004, 55 Min. (Eva Hesse bij Wikipedia)
Schreiben von der anderen Seite. Portrait des ungarischen Schriftstellers Imre Kertész, BR 1999/2002, 55 Min. (Imre Kertész bij Wikipedia)
Island ist die Welt. Portrait des isländischen Literaturnobelpreisträgers Halldór Laxness, BR 1997, 55 Min. (Halldór Laxness bij Wikipedia)
Die (heimlichen) Literaturmacher. Macht und Ohnmacht deutscher Lektoren, BR 1996, 55 Min.
Die wiedervereinigte Literatur. Deutschlandbilder nach der Wende, BR 1995, 55 Min.
Für wenn ich tot bin… Deutschlandbilder im Werk Uwe Johnsons, BR 1994, 55 Min. (Uwe Johnson bij Wikipedia)
Reise zu sich selbst. Portrait der bulgarischen Schriftstellerin Blaga Dimitrova, BR 1993, 55 Min. (Blaga Dimitrova bij Wikipedia)

Interessante links:

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Ich trug ein Gewehr - Ik droeg een geweer

Gedicht des Monats - Gedicht van de maand

Ich trug ein Gewehr

Ich lief durch einen Wald.
Da war ein Haus das ich nicht sehen konnte.
Die Eule bewachte ihr Junges.
Ich trug ein Gewehr.

Ich trug ein Gewehr.
Ich tötete was mir vor den Lauf kam.
Die Käfer ließ ich in Ruhe und sie mich.
Wo war das Haus?

Wo war der See?
So tief und voll glänzenden Fischen.
Hol das Netz ein, reich ist der Fang.
Das schwarzbraune Wasser.

Ich hörte eine Mutter.
Sie sang von einem Vogel.
Ich tötete den Vogel.
Ich ermordete das Lied.

Ich kam zu dem Haus.
Ich sah durch die Fenster.
Die Familie saß zusammen und betete.
Ich weinte.

©Rense Sinkgraven     ©Übersetzung: Peter Mioch

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Ik droeg een geweer

Ik liep door een bos.
Er was een huis dat ik niet zien kon.
De uil bewaakte haar jong.
Ik droeg een geweer.

Ik droeg een geweer.
Ik doodde wat voor mijn loop kwam.
De torren liet ik met rust en zij mij.
Waar was het huis?

Waar was het meer?
Zo diep en vol blinkende vissen.
Haal het net binnen, rijk is de buit.
Het zwartbruine water.

Ik hoorde een moeder.
Zij zong van een vogel.
Ik doodde de vogel.
Ik vermoordde het lied.

Ik kwam bij het huis.
Ik keek door de ramen.
Het gezin zat tezamen en bad.
Ik weende.

©Rense Sinkgraven

.

Rense Sinkgraven ©Foto: Liesbeth Annokkee                                     ©Foto: Liesbeth Annokkee

Rense Sinkgraven, geboren 1965, ist ehemaliger Stadtdichter von Groningen und studierte Philosophie an der Reichsuniversität Groningen. Im Jahre 2005 debütierte er mit dem Gedichtband Bombloesem. 2009 erschien sein zweiter Gedichtband Sloop de stad met tedere woorden.

In seiner Funktion als Stadtdichter organisierte Rense Sinkgraven zwei Festivals: Poëzie pakt de Stad in! (Poesie packt die Stadt ein!) und Poëzie pakt de Stad uit! (Poesie packt die Stadt aus!) Es ging dabei darum, Poesie auf eine überraschende und barrierefreie Art und Weise ins Bewußtsein der Menschen zu bringen.
Ein anderes besonderes Ereignis während seiner Stadtdichterperiode war das Projekt Schuhgedichte. Zusammen mit Schuhdesigner Wobke Grobben war er der Initiator einer Produktion über Wobke-Schuhe und Poesie. Krönung dieses Projektes war der wunderschöne Gedichtband Voetschrift van Verleiding (Schoengedichte) / Fussschrift der Verführung (Schuhgedichte) , an der viele Dichter mitgewirkt haben.

Auch etwas Besonderes war das Bloomsdayprojekt. Jedes Jahr am 16. Juni wird weltweit des irischen Schriftstellers James Joyce gedacht. Am Samstag, den 16. Juni 2007 zogen fünf Künstler aus Groningen den ganzen Tag und Abend durch Groningen, genau so wie Leopold Bloom in dem Roman Ulysses von James Joyce (1882-1941) durch Dublin wanderte. Allerlei Orte, Gespräche, Begegnungen, Ereignisse wurden in Wort, Bild, Ton und Film festgehalten, um später davon eine Dokumentation anfertigen zu können.

Am Montag, den 16. juni 2008 wurde dann im Filmtheater Images die Bloomsday Dokumentation DAGSTAD gezeigt. Der Film ist eine Impression der Odyssee eines ganzen Tages in Groningen, betrachtet mit den Augen der Filmemacher Gert Jaap Wiegers und Arjen Nolles, der bildenden Künstlerin und Schriftstellerin Liesbeth Annokkee, des Fotografen und Dichters Jan Glas und des Stadtdichters Rense Sinkgraven.

Sinkgraven verbindet auch regelmäßig Poesie mit Musik. So brachte er das Lied Eier back (Rühreier) heraus, zu dem auch ein Clip erschienen ist. Eine Reihe von Gedichten aus “Sloop de stad met tedere woorden” sind von der Akkordeonistin Nina Swart vertont worden.
Letztes Jahr unternahm Rense Sinkgraven mit dem Newcastle Dichter Keith Armstrong eine kurze Lesereise durch Irland, wo sie in Cork, Kinvara und Limerick auftraten. Auch in Antwerpen stand er während des Festivals ZuiderZinnen auf der Bühne.

Bücher von Rense Sinkgraven

Bombloesem, Uitgeverij kleine Uil (Verlag Kleine Eule), 2005, ISBN 9077487174
Sloop de stad met tedere woorden, Uitgeverij kleine Uil, 2009, ISBN 9789077487679

Gedichte wurden in folgende Anthologien aufgenommen:

Het Hogere Noorden: poëzie uit Groningen, Uitgeverij Passage, 1998, ISBN 9054520434
Groningen, de stad in gedichten, Uitgeverij 521, 2003, ISBN 9076927537
Poëtisch Academisch Groningen, Uitgeverij kleine Uil, 2004, ISBN 90-77487-07-7
25 jaar Nederlandstalige Poëzie 1980-2005, BnM Uitgevers 2006, ISBN 90-77907-20-3
Kastanjegedichten: dichters op de bres voor de paardenkastanje (Kastaniengedichte: Dichter in der Bresche für die Rosskastanie), Uitgeverij Passage, 2006, ISBN 90-5452-157-0
Schaakgedichten-Chess Poetry, Uitgeverij Passage, 2006, ISBN 90-5452-161-9
Voetschrift van Verleiding (Schoengedichten) / Fussschrift der Verführung (Schuhgedichte), Uitgeverij Passage, 2007, ISBN 978-90-5452-176-1
Doodstil - Dood en begraven in Groningen (Totenstille: tot und begraben in Groningen), Uitgeverij kleine Uil, 2007, ISBN 978-90-77487-41-9
TT-poëzie, Uitgeverij Passage, 2007
De Zeuvendaagse: wandelen met schrijvers door Drenthe (Die Siebendaagse: mit Schriftstellern durch Drenthe wandern) , Uitgeverij Passage, 2008, 978-90-5452-187-7
Uit het Noorden waait de muze aan: dichters over Groningen (Aus dem Norden weht die Muse heran: Dichter über Groningen), Uitgeverij Passage, 2008, ISBN 978-90-5452-186-0
Meesterwerk, Uitgeverij Passage, 2009, ISBN 978-90-5452-195-2
Dicht! (De beste poëzie,slamdichters en rapteksten), Rainbowpockets Uitgeverij Maarten Muntinga, 2009, ISBN 978-90-417-0771-0
Op reis: De mooiste reisgedichten voor onderweg, Rainbowpockets Uitgeverij Maarten Muntinga, 2009, ISBN 978-90-417-0767-3
De wierde van Wierum, Uitgeverij kleine Uil, 2010, ISBN 9789077487907

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Rense Sinkgraven (1965) is de voormalige stadsdichter van Groningen en studeerde filosofie aan de Rijksuniversiteit Groningen. In 2005 debuteerde hij met de bundel Bombloesem. In 2009 kwam zijn bundel Sloop de stad met tedere woorden uit.

Als stadsdichter organiseerde hij twee festivals Poëzie pakt de Stad in! en Poëzie pakt de Stad uit! Het ging er daarbij om om poëzie op een verrassende en laagdrempelige manier voor het voetlicht te brengen.

Een ander bijzonder gebeuren tijdens die stadsdichtersperiode was het schoengedichten project. Samen met schoenontwerper Wopke Grobben was hij de initiator van een productie over Wopke-schoenen en poëzie. Dit resulteerde in een prachtige tweetalige bundel Voetschrift van Verleiding (Schoengedichten) / Fussschrift der Verführung (Schuhgedichte) waaraan vele dichters meegewerkt hebben.

Ook een speciaal was het Bloomsdayproject. Op zaterdag 16 juni 2007 trokken vijf kunstenaars uit Groningen de hele dag en avond door Groningen, net zoals Leopold Bloom in de roman Ulysses van James Joyce (1882-1941) door Dublin zwierf. Dat gebeurde naar aanleiding van Bloomsday (16 juni), de dag waarop wereldwijd zowel de Ierse schrijver Joyce en zijn beruchte roman wordt herdacht. Allerlei plekken, gesprekken, ontmoetingen, gebeurtenissen in de stad werden vastgelegd in woord, beeld, geluid en film, om er later een documentaire te kunnen maken.

Op maandag 16 juni 2008 werd in Filmtheater Images de Bloomsday documentaire DAGSTAD vertoond. Het is een impressie van de odyssee van een hele dag Groningen gezien door de ogen van filmers Gert Jaap Wiegers en Arjen Nolles, beeldend kunstenaar/schrijver Liesbeth Annokkee, fotograaf/dichter Jan Glas en stadsdichter Rense Sinkgraven.

Sinkgraven combineert ook regelmatig poëzie en muziek. Zo bracht hij het nummer Eier back uit waarbij ook een clip verschenen is. Een aantal gedichten uit Sloop de stad met tedere woorden is door accordeoniste Nina Swart op muziek gezet.

Vorig jaar maakte hij samen met Newcastle dichter Keith Armstrong een korte tour door Ierland waarbij ze optraden in Cork, Kinvara en Limerick. Ook stond hij in Antwerpen op het podium tijdens het festival ZuiderZinnen.

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400 Jahre niederländische Zeitungen online

De Koninklijke Bibliotheek, Nationalbibliothek der Niederlande, digitalisiert einen großen Teil aller landesweiten, regionalen, lokalen und kolonialen Zeitungen  von 1618 bis 1995. Das Projekt ist zwar längst nicht abgeschlossen, vor ein paar Tagen wurde aber die Internetseite mit dem ersten Teil (1 Million Seiten) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht

Wie schon bei vorherigen Digitalisierungen der KB zeichnet sich kranten.kb.nl durch eine komfortable Benutzerführung aus. Die einfache Volltextsuche mit Stichworten ist ebenso möglich wie die erweiterte Suche. Mit der erweiterten Volltextsuche kann man seine Anfrage auf Regionen, auf einzelne Zeitungen, einen bestimmten Zeitraum und den Ort der Herausgabe beschränken. Das Suchergebnis in der Kurzanzeige kann sortiert werden, aus der Ergebnisliste können Artikel, Seite, ein maschinell erstellter Volltext oder ein Volltext  der gefundenen Zeitung als pdf-datei aufgerufen werden. Fullscreen anzeigen der Artikel sind ebenso möglich wie Vergrößerungen und der Print beziehungsweise download einzelner Seiten und Zeitungen.

Das Angebot erfasst über 70 verschiedene Zeitungen. Geplant ist, dass die restlichen 7 Millionen Seiten in den nächsten 18 Monaten digitalisiert werden sollen. Es entsteht die weltweit größte frei und kostenlos zugängliche Online-Zeitungsdatenbank der Welt. Diese Zeitungsdatenbank ist Teil eines ehrgeizigen Digitalisierungsprojektes. Innerhalb von vier Jahren will die Koninklijke Bibliotheek 10 Prozent aller niederländischen Bücher, Zeitungen und Zeitschriften digital zugänglich machen.

Die Zeitungsdatenbank bietet eine schier unerschöpfliche Informationsquelle für Historiker, Literaturwissenschaftler, Genealogen, Journalisten, Sprachwissenschaftler und (familien)historisch Interessierte. Durch die erstmals realisierte Volltextsuche in Zeitungen kann die Zeitungsdatenbank als historischer Durchbruch in Bezug auf die Recherchemöglichkeiten von Historikern gewertet werden.

Koninklijke Bibliotheek

Die präsentierte Sammlung umfasst die Bestände der Koninklijken Bibliotheek aber auch die Bestände von zwanzig weiteren niederländischen Archiven und Bibliotheken. Zudem haben auch internationele Institutionen Bestände für die Digitalisierung bereitgestellt. Darunter befinden sich das Vatikanische Archiv, das Russische Staatsarchiv und das Nationalarchiv Surinam.

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Oral History Projekt Groningen

Wie es war. Unter diesem Motto präsentieren das Haus der Groninger Kultur, das RHC Groninger Archive, das Groninger Audiovisuelle Archiv (GAVA) und RTV-Noord am 12. Juni 2010 von 13 Uhr bis 17 Uhr in den Räumen der Groninger Archive den Groninger Verhalenmiddag (Groninger Geschichtennachmittag).

Grundlage und Hintergrund dieses Tages ist das gemeinsame Interviewprojekt “Wie es war” des RHC Groninger Archive, des Hauses der Groninger Kultur und Gava. Mitarbeiter dieses Projektes haben während der letzten zwei Jahre ungefähr 85 ältere Groninger interviewt. Die Befragten erzählten über ihren Alltag, über die für sie wichtigsten Erlebnisse in ihrem Leben, über Arbeit, über politische Aktivitäten, über ihr Familienleben und über vieles andere. Gemeinsam bilden diese Interviews eine kleine Geschichte Groningens beginnend in den Dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Teile dieser Interviews wurden bereits seit September 2009 im Groninger Regionalsender RTV-Noord gesendet.

Groninger Verhalenmiddag - Groninger Geschichtennachmittag

Vom 12. Juni 2010 an sollen diese Interviews vollständig über einen Groninger Geschichtenbaum zu sehen und zu hören sein. Dieser Geschichtenenbaum wird bis Mitte September in der Halle des RHC Groninger Archive aufgestellt. Über verschiedene Monitore, die im Baum hängen, werden die Geschichten gezeigt. Neben den Interviews des Projektes “Wie es war” sollen auch andere Interviews, alte Filme, Fotokollagen, Dokumentationen, Geräuschfragmente gezeigt und abgespielt werden.

Geschichtenbaum - Interviewprojekt Groningen “Wie es war”

Der Groninger Geschichtenbaum ist als mobile Einrichtung gedacht. Er wird ab Mitte September 2010 durch die Provinz Groningen reisen und an verschiedenen Orten in Bibliotheken, Gemeindehäusern, Museen und anderen öffentlichen Gebäuden aufgestellt. Dort können dann die Menschen, wie auch schon vorher in der Stadt Groningen den Geschichten von früher zuschauen und ihnen lauschen.  

Folgendes Programm ist für den Groninger Geschichtennachmittag am 12 . Juni 2010 von 13.00 Uhr - 17.00 Uhr geplant: 

Ort: RHC Groninger Archieven, Cascadeplein 4 in Groningen
Information: 0031 (50) 5992000 of via info@groningerarchieven.nl

13.00 Einlass
13.30 Eröffnung durch Moderator Reinder Smith
13.40 Wie “Hou t Was” (Wie es war) gemacht wurde, ein von Margriet Dijk und Ina Spijk präsentierter kurzer Film.
13.50 Dr. Knol erklärt. Egge Knol beantwortet im Gespräch mit Reinder Smith Fragen aus dem Publikum über die Groninger Geschichte.
14.05 Präsentation des Groninger Verhalenboom (Groninger Geschichtenbaums). Einführende Worte von Henk Scholte mit anschließender Enthüllung des Baumes.
14.30 Pause und Besichtigung Geschichtenbaum
15.00 Reinder Smith berichtet über das RTV-Noord Programm
Die Geschichte Groningens und lass Menschen im Saal über ”Früher im Urlaub” erzählen.
15.20 “Früher war alles besser. Erzähltheater der Theatergruppe S5
15.40 Dr. Knol erzählt. Egge Knol ein zweites Mal in Aktion.
16.00 Abschließende Worte von Reinder Smith
16.10 Häppchen und Getränke

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Im Portrait: Henk Scholte

Henk ist Literatur, Musik und Geschichte

Selten hat man die Chance, einen Menschen wie den Groninger Henk Scholte mit so wenigen Worten so treffend zu charakterisieren, wie es Jan Veldmann, der Vorsitzende der Jury bei der Verleihung des “Wessel-Gansfort-Preises” im Jahr 2002 tat.

Henk Scholte

Henk Scholte wurde am 26. Juli 1959 in der niederländischen Stadt Emmen geboren. Emmen liegt in der Provinz Drenthe. Seine Eltern wohnten zur Zeit seiner Geburt eigentlich in Stadskanaal, einer Stadt in der Provinz Groningen. Das nächste Krankenhaus lag aber in Emmen. Aus diesem Grund wurde der Groninger Jung Henk Scholte nicht in der Provinz Groningen, sondern in der Provinz Drenthe geboren.

Henk und die Musik

Das erste Mal traf und erlebte ich Henk Scholte im Jahre 2004 während eines Konzertes der Groninger Folkgruppe Törf im Theater Laboratorium in Oldenburg. Henk Scholte ist einer der Gründungsmitglieder und der Sänger der 1975 gegründeten virtuosen Folkmusikgruppe. An diesem Abend in Oldenburg erlebte ich, wie Henk Scholte mit viel Energie, Witz und Anekdoten die musikalische Welt von Törf und die von ihm und seinen Musikerkollegen verkörperte Groninger Kultur präsentierte.  Törf ist die älteste Folkgruppe in den Niederlanden. Henk singt in Groninger Platt. Die „Grunneger toal“ zählt neben dem Drenths,  Twents, Veluws und Achterhoeks zu den Dialekten des Nedersaksisch (gehört zur Sprachgruppe des Niedersächsischen= Niederdeutsch / Plattdeutsch). Das Nedersaksisch wurde wie die Sprachen Friesisch und Limburgs von der niederländischen Regierung offiziell als Regionalsprache anerkannt. 

Wie alles anfing:

In den siebziger Jahren war Henk Scholte im NJN - Nederlandse Jeugdbond voor Natuurstudie aktiv. Der NJN ist vergleichbar mit der deutschen Naturfreundejugend. Hier wurde viel Musik gemacht. Henk begeisterte sich, wie viele andere in dieser Zeit auch, für die Lieder von Singer/Songwritern wie Bob Dylan oder Joan Baez. Irgendwann wurde ihm aber bewußt, dass die klassische Folkmusik doch nicht sein Stil war. Er entdeckte den Folkrock (1972-1974), repräsentiert unter anderem von Gruppen wie Fairport Convention und Steeleye Span.

Zur gleichen Zeit hatte er viele Kontakte in der Provinz Friesland. Henk war beeindruckt von dem Selbstverständnis, mit dem sich die Friesen mit ihrer Kultur und Sprache auseinander setzten und sie pflegten.  Die Friesen sind stolz auf ihre eigene Kultur, Identität und Sprache. Es gab seinerzeit die ersten Musikgruppen, die nicht auf Niederländisch sangen, sondern in ihrer regionalen Sprache. Die Gründung der legendären friesischen Folkgruppe Irolt fiel in jene Tage.
Diese Eindrücke waren der Beginn einer Umorientierung. Warum nicht auch eine Musikgruppe gründen und in der „Grunneger toal“ singen? Zusammen mit dem Gründer und Bassisten der Folkgruppe Törf, Eddy de Jonge, forschte Henk Scholte nach altem Liedgut in der Groninger Sprache.  Henk und Eddy entdeckten ein bereits 1930 veröffentlichtes Liederbuch. Interesse weckte dabei aber nicht nur die Musik, sondern auch die Entstehungsgeschichte und die Texte der Lieder.  Die Musiker von Törf vertonten Texte von Groninger Dichtern und eigene Texte. Die LPs ‘Kovvie kloar?’ (1978) und  ’t Wordt aans’ (1980) wurden produziert. Später folgten dann die CDs “‘t Braide woater” (1993), “Dr is n laand” (1996), “Törf speelt Beukema” (1998) und “Op Roemte” (2001).

Auf der CD “Op Roemte” (Musik: Eddy de Jonge) stehen beispielsweise die Texte des Dichters „Jan Boer“ im Mittelpunkt. Jan Boer(†1983) wurde am 18. Juli 1899 im Dorf Rottum in der Provinz Groningen geboren. Jan Boer zählt zu den klassischen Dichtern der Provinz. Seine Texte sind zeitlos und seine Landschaftsbeschreibungen mit ihren schönen Bildern sind auch heute noch genauso verständlich und aktuell wie in den dreißiger Jahren.

Törf haben es sich zur Aufgabe gemacht, Groninger Qualitätspoesie mit ihrer Musik zu verbinden und sie ihrem Publikum in dieser neuen Form vorzustellen. Im Oktober 2006 erschien eine neue CD mit dem Titel „Olipodrigo“. Sie enhält sowohl traditionelle Lieder, als auch eigene Texte und Musik. Olipodrigo ist aus dem Spanischen “olla podrida” abgeleitet und soll “spanischer Eintopf” bedeuten; auf die Musik bezogen, ein Eintopf vieler Musikstile. Auf dieser CD werden italienische, irische, schwedische Musikstile und Klezmer- und Folkrockeinflüsse miteinander vermengt.  Hier eine Rezension aus dem Folker März/April 2007.

Es gab schon Personen, die sich für die Pflege und Förderung der Groninger Kultur und Sprache eingesetzt hatten. Ein bekanntes Beispiel ist der Groninger Sänger Ede Staal, der, wie Henk Scholte es einmal ausdrückte, „maßgeblich dazu beitrug, dass sich die Groninger Sprache und Kultur emanzipierte“. Ähnlich wie auch bei uns in Deutschland setzten sich in den siebziger Jahren vermehrt Menschen mit ihrer eigenen regionalen Kultur und Sprache auseinander und erkannten die Notwendigkeit, sie zu fördern und zu erhalten. Henk Scholte und seine Musikerkollegen Bert Ridderbos, Geert Ridderbos, Eddy de Jonge und Flip Rodenburg gehörten auf diesem Gebiet zu den ‚Aktiven der ersten Stunde’. Später kamen noch Marius Greiner und Jos Kwakmann dazu.

Auch wenn die Folkgruppe Törf im Leben von Henk Scholte eine sehr wichtige Rolle spielt, würde ich ihm nicht gerecht werden, wenn ich sein zweites musikalisches “Standbein” verschweigen würde.

Ich hatte bereits ausgeführt, dass die Folkmusik, im Allgemeinen und im Besonderen, ein Steckenpferd von Henk Scholte ist. Er ist dadurch ein ausgewiesener Kenner der niederländischen, deutschen und internationalen Folkmusik Szene.
Dieser Umstand brachte ihn mit dem niederländischen Radio- und Fernsehsender RTV NOORD zusammen. Henk moderiert seit dem Jahr 2000 im Radio zur besten Feierabendzeit jeden Werktag ein einstündiges in der Region sehr beliebtes Musikprogramm. Die Sendung trägt den Titel “Twij Deuntjes veur ain Cent” (Zwei Liedchen für einen Cent). Geboten wird dem Hörer ein qualitativ hochwertiges Folkmusik Programm. Am Anfang hatte es keiner für möglich gehalten, dass Henk Scholte und seine Sendung mit dem Fernsehen konkurrieren könnte. Doch die Menschen schalten das Radio ein, wenn er auf Sendung geht.

Wer jetzt denkt, in diesem Programm werden nur Lieder aus der eigenen Region gespielt, der irrt. Natürlich sind die Lieder von Interpreten aus der Groninger Region ein Programmschwerpunkt. Aber Henk Scholte belässt es nicht dabei. Die Verwandtschaft der „Grunneger toal“ mit dem Plattdeutschen lassen ihn immer wieder auch Lieder norddeutscher Künstler spielen, wie beispielsweise von Jan Cornelius oder Helmut Debus. Durch die kleinen Geschichten und Anekdoten, die er zu jedem seiner Lieder für den Hörer bereithält, ist er in hohem Maße identitätsstiftend. Seine fundierten Kenntnisse über die Entstehung der Lieder, oft kennt er die Sänger persönlich, machen diese Sendung zu einem Juwel in diesem Genre. Manchmal verirrt sich sogar ein Konstantin Wecker in sein Programm. Auch irische, spanische, schwedische oder französische Folkmusik fanden durch Henk den Weg nach Groningen. Das Programm ist dadurch nicht provinzlerisch, sondern weltoffen im globalen Sinn.  Und seine Hörerschaft beschränkt sich in Zeiten des Internets nicht auf die Region. Henk Scholte hat sogar eine treue Hörerschaft in den USA. Wenn Henk jeden Abend aufs Neue seine Sendung präsentiert, wird das Studio, in dem er sitzt, zu einem globalen Dorf.

Henk und die Literatur

Henk der Dichter und Geschichtenerzähler ist eine andere Geschichte. Nach einem Aufenthalt in Irland und seiner Bekanntschaft mit Ulysses, dem zentralen Werk des irischen Schriftstellers James Joyce, entwickelte sich bei Henk ein sehr tiefgreifendes Interesse für die Dichter seiner Region.  Die Hauptfigur in Ulysses, Leopold Bloom, ist ein ‚Reisender in seiner eigenen Stadt Dublin’. Henk Scholte wurde nach seinem Irlandaufenthalt und der Lektüre des Romans Ulysses zu einem ‚Reisenden in seiner eigenen Provinz’. Er entdeckte die Groninger Dichter Simon van Wattum, Jan Boer, Hans Elema, Jelte Dijkstra, Sien Jensema, Wiepke van Palmar, Jan Niehoff, Tjaard de Haan, Peter van der Velde und andere für sich. Diese Dichter  hatten eines gemeinsam: sie schrieben Gedichte in ihrer eigenen regionalen Sprache. Henk erwarb im Laufe der Zeit „enzyklopädische Kenntnisse“ über die Literatur seiner Provinz. Wer also gerne einmal eine literarische Rundreise durch Groningen unternehmen möchte, sollte es nicht versäumen, sich mit Henk Scholte in Verbindung zu setzen.

Sehr bald begann Henk damit, selbst eigene Gedichte in der “Grunneger toal” zu schreiben. Im Jahre 1991 erschien sein Gedichtband “Vervrömd“. Auch hier wird wieder die Nähe zum Plattdeutschen deutlich. Der Gedichtband wurde zweisprachig, in der „Grunneger toal“ und auf Plattdeutsch, herausgegeben. Übersetzer ins Plattdeutsche war Carl Heinz Dirks.

Fischerhude
Lutje vlek op laandkoart bie Bremen.
Ondanks gries verleden nog jong en fris
te nuimen. Grootste boerenaarfenis
mos verswinne veur nij ondernemen.

Ook dou de kunst der weleg tierde
was t in dij olle tied hier nait te best.
Woaterege grond wör dreuglegd tot t lest.
t Was t vergraimd nosteg waark, dat sierde.

Mor diz’ wraide dreum komt nooit weerom.
Nee, t ainegste dat doar van overbleven
is binnen karakterstieke vakwaarkhoezen

Zo het dreumer weer tied om vot te soezen.
Waailand mit peerd let ol sfeer in leven.
Veur dörst en toerist, boerderij is kefee.
©Henk Scholte (Aus: Vervrömd)

Henk Scholte war auch Mitbegründer der Groninger Literaturzeitschrift “Krödde“. Diese Zeitschrift ist ein Forum für Groninger Dichter und für ihre Poesie.

Seit dem Jahr 2000 wird alljährlich in der Stadt Groningen ein Poesiemarathon  (Groninger Poëziemarathon) veranstaltet. Im Jahre 2002 beteiligte sich Henk Scholte als Dichter an diesem Marathon. Der Poesiemarathon findet am landesweiten Tag des Gedichtes statt. Marathon bedeutet in diesem Zusammenhang 24 Stunden lang Poesie an verschiedenen Orten in der Stadt Groningen zu erleben. Der landesweite Tag des Gedichtes wurde von Poetry International im Jahre 2000 ins Leben gerufen. Er wird mit vielen Aktivitäten und Initiativen für die Poesie jedes Jahr am letzten Donnerstag im Januar veranstaltet. Es ist schon zur Tradition geworden, dass Henk Scholte zum Abschluss des Poesiemarathons das offizielle Volkslied der Provinz Groningen singt.

Als Liebhaber und Kenner des irischen Schriftstellers James Joyce übersetzte Henk im Jahre 2000 anlässlich des Bloomsday Fragmente von Ulysses in einen speziellen Dialekt des Gronings, das Veenkoloniaals. Dieser Dialekt wird in der Gegend gesprochen, in der Henk aufwuchs. Henk Scholte beschäftigt sich schon über dreißig Jahre mit dem wichtigsten Werk des irischen Schriftstellers James Joyce. Nichts lag daher näher, als etwas von diesem Autor zu übersetzen. Bei den Fragmenten sollte es aber nicht bleiben. Henk Scholte arbeitet daran, den gesamten Ulysses zu übersetzen.

Der Bloomsday wurde auch wieder am 17. Juni 2005 in Groningen zelebriert. Beteiligt waren dieses Mal neben Henk Scholte, der den Abend mit einem Essay über James Joyce eröffnete, Peter O’ Ceallaigh,  Evert-Jan het Hart , Jan Glas, der irische Musiker Daithi Rua und Jos Rietveld.

Henk und die Geschichte Groningens

Schon als sechzehnjähriger Teenager interessierte Henk Scholte sich für die Geschichte der Menschen aus der Provinz Groningen.  Mit einem Tonbandgerät ausgestattet,  besuchte er seine Nachbarn zu Hause. Sie sangen Lieder in der „Grunneger toal“ für ihn. Es muss schon faszinierend gewesen sein, wenn ein Groninger der schon hundert Jahre alt ist, seinem Gegenüber ein zweihundert Jahre altes Lied vorsingt. Auch in den Folgejahren suchte Henk immer wieder das Gespräch mit seinen Mitmenschen in der Region. Er sprach mit ihnen über ihre Wünsche und Sehnsüchte. Ließ sie über ihr Leben erzählen. Neben ganz alltäglichen Geschichten kamen natürlich auch die großen Themen Glaube, Hoffnung, Liebe und Tod zur Sprache. Henk hörte Geschichten, die nirgendwo aufgeschrieben waren. Er behielt diese Geschichten nicht für sich, sondern erzählte sie, wo immer sich ihm eine Möglichkeit bot und die Menschen genauso neugierig auf ihre Wurzeln waren wie er. Zusammen mit dem Autor und Geschichtenerzähler Willem de Ridder organisierte Henk Scholte Ende der neunziger Jahre Lesungen und Erzählabende in den nördlichen Provinzen der Niederlande. Diese mündlichen Überlieferungen bildeten beispielsweise auch am 1. Dezember 2004 die Basis für eine musikalische Lesung mit dem Titel “Een historische ‘Tour de chant’ door Groningen”. Henk Scholte wurde an diesem Abend musikalisch von Geert Ridderbos begleitet.

Am 1. März 2003 übernahm Henk Scholte eine neue Aufgabe in der Stadt Groningen. Er wurde Berater (Consulent) beim neu eröffneten “Huis voor de Groninger Cultuur“. Das Haus für die Groninger Kultur ist eine unabhängige Stiftung, die von der Provinz Groningen ins Leben gerufen wurde und am 1. Februar 2003 ihre Tätigkeit aufnahm. Diese Institution ist eine Anlaufstelle für jeden, der sich mit der Erhaltung, dem Schutz, der Förderung, Entwicklung, Verbreitung und Erforschung der Groninger Kultur beschäftigt. Im Zusammenhang mit dem Begriff Groninger Kultur wird hier unterschieden zwischen Groninger Sprache und Geschichte, kunstsinnigen Aktivitäten und Gewohnheiten und Gebräuchen.

Folgende Ziele werden vom Haus für die Groninger Kultur verfolgt:

• Beratung und Information und/oder finanzielle Unterstützung von Organisationen und Einrichtungen, Privatpersonen und Behörden

• Bereitstellung von organisatorischer und/oder finanzieller Unterstützung von kulturellen Organisationen und Einrichtungen.

• Die Organisation von kulturellen Aktivitäten und Events.

• Die Förderung der Zusammenarbeit zwischen kulturellen Organisationen und Einrichtungen

• Die Vermittlung zwischen Kulturbereich und Publikum

• Die Stimulierung , organisatorische Konzeption und Beförderung von kulturellen Bildungsprojekten.

Eine zentrale Aktivität des „Hauses für die Groninger Kultur“ ist jedes Jahr die Beteiligung und Organisation am/des “Dag van de Groninger Geschiedenis” (Tages der Groninger Geschichte).  Am 5. November 2005 besuchten mehr als 1600 Menschen die Veranstaltungen des Tages der Groninger Geschichte und informierten sich über die Geschichte der Provinz Groningen. Organisiert wurde dieser Tag von den Groninger Archiven (RHC Groninger Archieven), Haus der Groninger Kultur (Huis van de Groninger Cultuur), Vereinigung Stadt und Land (Vereeniging Stad en Land), Groninger Audiovisuelles Archiv (Gronings Audiovisueel Archief) und Biblionet.

Vor Antritt dieser für ihn wie auf den Leib zugeschnittenen neuen Tätigkeit im „Haus für die Groninger Kultur“ war Henk Scholte von 1989-2002 für den EDR (Zweckverband Ems Dollart Region) tätig. Dieser Zweckverband fördert die Zusammenarbeit auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet zwischen Deutschland und den Niederlanden in der Ems Dollart Region. Hier war Henk Scholte Projektmanager für Kultur und gesellschaftliche Integration. Er war im Besonderen für das durch die Europäische Union geförderte Projekt “people to people” zuständig.
Henk Scholte wurde vom EDR für seine besonderen Verdienste im Jahre 2002 mit dem “Wessel Gansfort-Prijs” ausgezeichnet. Der Preis wird an Persönlichkeiten vergeben, die sich in besonderem Maße um die Groninger Kultur verdient gemacht haben. Im Bericht der Jury zur Preisverleihung wurde Henk Scholte folgendermaßen geehrt (Auszug):
„Henk ist Literatur, Henk ist Musik und Henk ist Geschichte. Das war er am Anfang, das ist er immer gewesen und das wird er immer sein. Er ist es. Er weiß nicht nur viel, er hat nicht nur buchstäblich ein grenzenloses Interesse, er propagiert es nicht nur, er verkörpert es auf eine Weise wie kein anderer es jemals verkörpern wird“.

Zu guter Letzt

Ich habe mich bemüht, den Menschen Henk Scholte und sein Schaffen, so vollständig wie es mir möglich war, vorzustellen. Möge ihm seine unerschöpfliche Neugierde und Begeisterung für die Groninger Kultur (Geschichte und Sprache) und für die Volksmusik erhalten bleiben und uns weiter viele neue Entdeckungen bescheren.

Abschließend kommt Henk Scholte in einem Zitat selbst zu Wort:
„Oft machen die Menschen sich auf die Suche nach etwas, obwohl es ganz nah vor ihrer Tür liegt. Ich fühle mich manchmal wie ein Entdeckungsreisender in meiner eigenen Umgebung. Meine Mission, meine Frage ist: wie kommt es, dass wir die ganze Welt umarmen, außer uns selbst?”

Bibliographie

Het Groninger Boekenkwartier: Een Wandeling met Henk Scholte, Henk Scholte, Groningen: 1986. Medewerking: Vera Kerremans und Elisabeth van Spronsen.
Vervrömd: Grunneger gedichten mit vertoalen in t Oastfrais deur Carl Heinz Dirks, von Henk Scholte/ Groningen: Uitgeverij Styx Publications, 1991, 76 S. ISBN 90 7237 126 7
(Die in diesem Gedichtband erschienenen Gedichte wurden in den zehn Jahren vor Erscheinen  in der Literaturzeitschrift “Krödde” veröffentlicht)
Het Hogere Noorden: Anthologie Herausgeber/BearbeiterBart FM Droog, Ruben van Gogh en Karel ten Haaf,  ISBN 90 5452 043 4
(Folgende Groninger Dichter wurden in diese Anthologie aufgenommen:Jan Bruggen, Maria van Daalen, Johan van Delden, Dirk Dijkstra, Bart FM Droog, Remco Ekkers, Ruben van Gogh, Willem Groenewegen, Karel ten Haaf, Fritzi Harmsen van Beek, Henry Hes, Tjitse Hofman, Bram Hulzebos, Paul Jainandun Singh, Paul Janssen, C.O. Jellema, Sietze Murk Kingma, Simone Kolk, Rutger Kopland, Jacob Moerman, J.J.A. Mooij, Max Niematz, Ronald Ohlsen, Kasper Peters, Hans van Pinxteren, Guillaume Pool, Henny Prins, Hannie Rouweler, Albert Schaalma, Henk Scholte, Gertjan van Schoonhoven, Rense Sinkgraven, Albertina Soepboer, Kees Stip, Jos Tolboom, Willem Jan van Wijk, Jaap Sietse Zuierveld, Henk Zwiers.
Literatur über Henk Scholte:
t Volle leven van Ebbert Venema: een bundeling van een serie in Krödde (1982-1990) von Hanny Diemer, Groningen, 1992. Das zentrale Thema in diesem Werk ist das Alter-Ego des Henk Scholte.
Twee Eeuwen Gronings:  n golden toal von Hanny Diemer und Jakob Loer, Assen: In Boekvorm bv, November 2005, 224 S. ISBN 90 77548 35 1. In diesem Buch werden Groninger Autoren aus zwei Jahrhunderten vorgestellt (mit Texten). (Henk Scholte auf S.215)

Auszeichnungen

De Rottend Staal Cultuur Award 1998/99

Wessel Gansfort Preis 2002

Auszeichnung für besondere Verdienste um das kulturelle Erbe Groningens mit dem Orden von Oranien-Nassau und Ernennung zum Ritter des Ordens von Oranien-Nassau (2009)

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De Overgang - Der Übergang

Gedicht des Monats - Gedicht van de maand

De overgang

Zeker is nog niets beslist, maar
veel wijst weer op een begin

Onbeduidend om het hoeveelste
het daarbij gaat

Het is nog altijd te verwachten dat de volgende
bepaling de definitieve is

Verandering beweert de ervaring, zal zo
verder op verandering volgen

Alleen de gedaante blijft gelijk

©Torsten Israel           ©Vertaling: Peter Mioch

.

Der Übergang

Gewiss ist noch nichts entschieden, doch
vieles deutet wieder auf einen Beginn

Bedeutungslos, um den wievielten es sich
dabei handelt

Noch steht zu erwarten, dass die nächste
Festlegung die endgültige sei

Änderung, behauptet die Erfahrung, wird so
weiter auf Änderung folgen

Nur die Gestalt bleibt sich gleich

©Torsten Israel

©Foto: Torsten Israel

Torsten Israel, geboren 1967 in Leipzig, studeerde filologie (Nieuwgrieks en Oudgrieks) en nieuwe en nieuwste geschiedenis in Berlijn en Athene.
Lyriek en korte essays van Torsten Israel zijn in diverse tijdschriften (o. a. Lettre International, Die Horen, Akzente, Literaturen, Poiisi, KNLL, KLfG) verschenen.

.
Boeken (vertaald en tekst verzorgd)
 
Haris Vlavianos, Nach dem Ende der Schönheit, München: Hanser, 2007, ISBN 3-446-20871-2  (Vertaling)
Dimitris Dimitriadis, Lethe und andere Stücke, Berlin: Theater der Zeit, 2007, ISBN 3-934344-87-9 (Vertaling)
Helene Varopoulou, Passagen. Essays und Reflexionen zum zeitgenössischen Theater, Berlin: Theater der Zeit, 2009, ISBN 978-3-940737-19-9 (editeur)
Balkanische Alphabete – Poesie aus Griechenland, Heidelberg: Wunderhorn 2010 (editeur – ter perse).
 
Torsten Israel leeft op dit Moment in Mannheim en Athene.

.

Torsten Israel wurde 1967 in Leipzig geboren, studierte Neu- und Altgriechische Philologie und Neuere und Neueste Geschichte in Berlin und Athen.
Lyrik und Kurzessays von ihm erschienen in diversen Zeitschriften (u.a. Lettre International, Die Horen, Akzente, Literaturen, Poiisi, KNLL, KLfG).
 
Buchveröffentlichungen:
 
Haris Vlavianos, Nach dem Ende der Schönheit, München: Hanser, 2007 (Übersetzung)
Dimitris Dimitriadis, Lethe und andere Stücke, Berlin: Theater der Zeit, 2007 (Übersetzung)
Helene Varopoulou, Passagen. Essays und Reflexionen zum zeitgenössischen Theater, Berlin: Theater der Zeit, 2009 (Herausgeber)
Balkanische Alphabete – Poesie aus Griechenland, Heidelberg: Wunderhorn 2010 (Herausgeber – im Druck).

Torsten Israel lebt in Mannheim und Athen.

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Es gibt eine Bank auf die sich keiner setzt

 Gedicht des Monats - Gedicht van de maand

.

Es gibt eine Bank auf die sich keiner setzt

Mit der Rückenlehne gegen eine hohe Mauer
mit Ausblick über die weite pulsierende Stadt, Zugluft
und Kaffeedüfte von der Gaststätte links hinten
und süßer Wind von Blumen unterhalb. Keiner

sieht ihn sitzen aber er sitzt da, keiner setzt sich
aber es ist ausreichend Platz. Er sieht selbst keinen Grund
aufzustehen: es wurde von ihm Abschied genommen, einfach
und für immer - die kupfernen und orangen Dächer, die warme

Decke über jeden der liegt und steht, die Ruhe mit der
er Atem holt, mit der seine Wimpern oben und unten
einander berühren und sich lösen, lässt jeden unter seinem Blick
heute Abend ruhig schlafen, niemand

braucht hier Platz zu nehmen, niemand wartet.

©Thomas Möhlmann     ©Übersetzung: Peter Mioch

Er is een bankje waarop niemand gaat zitten

Met de rugleuning tegen een hoge muur
met uitzicht over de ruime drukke stad, tocht
en koffiegeuren van de restauratie links achter
en zoete wind van bloemen beneden. Niemand

ziet hem zitten maar hij zit er, niemand gaat er zitten
maar er is voldoende plaats. Zelf ziet hij geen reden
op te staan: er is afscheid van hem genomen, eenvoudig
en voor altijd - de koperen en oranje daken, de warme

deken over iedereen die ligt en staat, de rust waarmee
hij ademhaalt, waarmee zijn wimpers boven en onder
elkaar raken en verlaten, laat iedereen onder zijn blik
vanavond rustig kunnen slapen, niemand

hoeft hier plaats te nemen, niemand wacht.

©Thomas Möhlmann

Aus: Kranen open von Thomas Möhlmann, Uitgeverij Prometheus, Amsterdam 2009, ISBN 978 90 446 1419 0

Thomas Möhlmann ©Foto: Jantine van der Knaap                             Nacht van de Poëzie, Vredenburg, Utrecht, 2006. ©Foto: Jantine van der Knaap

Thomas Möhlmann, geboren 1975, studierte moderne niederländische Literaturwissenschaft an der Universität Amsterdam. Er organisierte Programme im Literaturtheater Perdu und war Mitbegründer der Poesiezeitschrift Zanzibar, der Poesie Programmreihe Vadem und der Literatur-Webseite Literair Nederland.

Er ist DichterMitarbeiter für Poesie beim Nederlands Letterenfonds (Niederländischer Literaturfonds, vorher Nederlands Literair Productie- en Vertalingsfonds/Stiftung zur Förderung niederländischer Literatur und ihrer Übersetzung) und Redakteur der Poesiezeitschrift Awater.

Thomas Möhlmann debütierte im September 2005 mit seinem Gedichtband De vloeibare jongen bei Uitgeverij Prometheus (Verlag Prometheus). 2006 erschien eine zweite Auflage von De vloeibare jongen und wurde im selben Jahr für den C. Buddingh’-prijs als bestes niederländischsprachiges Poesiedebüt nominiert. 2007 wurde De vloeibare jongen dann mit dem Lucy B. & C. W. van der Hoogtprijs ausgezeichnet.

Im Mai 2008 erschien zudem bei Uitgeverij 69 (Verlag 69) der kleine bibliophile Gedichtband Een draad die alles heel houdt.

Im Herbst 2009 folgte dann der zweite reguläre Gedichtband von Thomas Möhlmann mit dem Titel Kranen open, verlegt bei Prometheus. Der Gedichtband Kranen open wurde für den Jo Peters Poëzieprijs 2010 nominiert.


Literaturpreise

2003  Dunya Poëzie Prijs für das Gedicht “De ingegraven vrouw“.
2007  Lucy B. & C. W. van der Hoogtprijs für das Poesiedebüt “De vloeibare jongen“.

Bibliografie

De vloeibare  jongen  : gedichten, Thomas Möhlmann, Amsterdam : Prometheus 2005,                 ISBN 90-446-0659-X
Een draad  die alles  heel  houdt, Thomas Möhlmann, Hilversum : Uitgeverij  69, 2008
Kranen  open, Thomas Möhlmann, Amsterdam : Prometheus 2009, ISBN 978-90-446-1419-0

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Von Thomas Möhlmann zusammengestellte Anthologien:

- Dit zijn de daden waar ik mens voor was - De mooiste gedichten van Martinus Nijhoff (Prometheus, 2008, ISBN 978-90-446-0949-3)
- Poëzie in het Park - Een ode aan de Amsterdamse stadsparken (zusammen mit Patrick Roubroeks; Nieuw Amsterdam, 2008, ISBN 9789046804520)
- Contemporary Dutch Poets. A Poetry Review Supplement (Niederländische Poesie in englischer Übersetzung; zusammengestellt in Zusammenarbeit mit Fiona Sampson, Poetry Society, London).
- Het eerste wonder - De geboorte in meer dan 50 gedichten (met Tsead Bruinja; Van Gennep, 2007, ISBN 978-90-5515-836-2)
- Van alle markten het meeste thuis – 100 gedichten voor de Albert Cuyp (zusammen mit Patrick Roubroeks; Uitgeverij 521 & Xsaga, 2005, ISBN 90-8565-000-3)
- Vika moreto vo sepijata: antologija na sovremenata cholandska poesija – Zeitgenössische niederländische Poesie in einer Übersetzung ins Mazedonische (zusammen mit Bas Belleman; Übersetzung Suzana Rensburg-Dapcevska; SPE Mazedonien, 2004)
- Zusammen mit Joost Baars gab er Niederländische und internationale Poesie in einem Band heraus: 30 + 30. Zestig gedichten uit binnen- en buitenland (Prometheus, 2008)

Gedichte von Thomas Möhlmann sind in folgende Anthologien aufgenommen worden:

- 25 jaar Nederlandstalige poëzie - 1980-2005 - in 666 en een stuk of wat gedichten (25 Jahre Niederländischsprachige Poesie 1980 - 2005), BnM Uitgevers, 2006, ISBN 978-90-77907-20-7
- Alles voor de liefde – de mooiste gedichten over de liefde (Alles für die Liebe - die schönsten Gedichte über die Liebe), Uitgeverij 521, 2004, ISBN 90-76927-93-6
- Amsterdam, de stad in gedichten (Amsterdam, die Stadt in Gedichten), Uitgeverij 521, 2005, ISBN 90-8565-007-0
- Amsterdamse liefdesgedichten (Amsterdamer Liebesgedichte), Uitgeverij 521 & Scheltema, 2003, ISBN 90-76927-58-8
- Dagkalender van de poëzie 2007 (Tageskalender der Poesie 2007), Meulenhoff, 2006, ISSN 0922-8756
- De 100 beste gedichten van 2005 (Die 100 besten Gedichte von 2005), De Arbeiderspers, 2006, ISBN 90-295-6370-2
- De blauwe schuit (Der blaue Kahn) Passage, 2005, ISBN 90-5452-137-6
- Gedichten voor het hart (Gedichte für das Herz), Rainbow Pocket, Maarten Muntinga, 2006, ISBN 978-90-417-4044-1
- Het dolpension van de hemel: Dunya Poëzieprijs 2002 : bekroonde gedichten en ander werk van de prijswinnaars (Bèta Imaginations, 2003, ISBN 90-75961-26-X)
- Hier lonkt een spiegel (Hier liebäugelt ein Spiegel) Bureau Interim, 2001, ISBN 90-9015338-1
- Jou willen is je missen: gedichten over de liefde (Van Gennep, 2008, ISBN 978-90-5515-934-5)
- Moederlief - gedichten voor en over moeders (Liebe Mutter: Gedichte für und über Mütter), Rainbow Pocket, Maarten Muntinga, 2006, ISBN 90-417-4040-6
- Poëtisch Amsterdam: een wandeling in gedichten (kleine Uil, 2005, ISBN 90-77487-23-9)
- Poëtisch Den Haag: een wandeling in gedichten (kleine Uil, 2006, ISBN 978-90-77487-38-9)
- Poëtisch Utrecht: een wandeling in gedichten (kleine Uil, 2004, ISBN 90-77487-01-8)
- Spiegel van de moderne Nederlandse en Vlaamse dichtkunst (Spiegel der modernen niederländischen und flämischen Dichtkunst), Balans, 2005, ISBN 90-5018-741-2
- Vanuit de lucht. De eerste generatie dichters van de 21e eeuw (Passage, 2001, ISBN 90-5452-087-6)
- Vonken (Prometheus, 2007, ISBN 9789044610109)
- Wees niet wreed - gedichten voor Elvis (Sei nicht grausam - Gedichte für Elvis) Nijgh & van Ditmar, 2008, ISBN 9789038890333

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Gedichte von Thomas Möhlmann erschienen auch in folgenden Literaturzeitschriften:

Academische Boekengids, Alhucema (Spanien), Ballustrada, Bunker Hill, De Brakke Hond, Deus ex Machina, Die Aussenseite des Elementes (Deutschland), DWB, Europe (Frankreich), Het Liegend Konijn, Kinbote, Krakatau, Lava, Mentor (Slowenien), Nymph, Ons Erfdeel, Passionate, Raster, Septentrion (Frankreich), That Dam Magazine en Tzum.

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Thomas Möhlmann las seine Gedichte auf Literaturveranstaltungen in

Amsterdam (AT5 De zwoele stad, Bellevue, Café Cossee, Carré, Castrum Peregrini, De IJsbreker, De Kleine Komedie, De Kring, Demodokos, De Parade, Paradiso, Etna, FOAM, Goethe Institut, Helmers, Het Concertgebouw, JOOT, Muziekgebouw aan het IJ, Noorderpark, Panama, Perdu, Plantage Studio, Private Banx, Ruigoord, Sleepin Arena, Studio Desmet (VPRO & NPS), The Sugar Factory, Uitmarkt, Universiteitstheater UvA, Vondelpark Openluchttheater, Winston),
Antwerpen (AMVC Letterenhuis),
Baarn (De Speeldoos),
Bergen (Eerste Bergensche Boekhandel),
Berlin (FU Berlin, LiteraturWERKstatt/Kulturbrauerei, Tape Club),
Bredevoort (Nacht van de Poëzie),
Den Bosch (School voor de Toekomst),
Den Haag (Bordelaise, Crossing Border, Dichter aan huis, Uitfestival),
Deventer (Het Tuinfeest),
Gent (Dichter aan huis, Het Uitzaaiend Kaf),
Groningen (Athena’s, De Oosterpoort, Dichters in de Prinsentuin, Galerie Sign, Prinsentheater),
Landgraaf (Dag van de Poëzie),
Maastricht (Maastricht International Poetry Nights),
Nijmegen (Onbederf’lijk Vers, Wintertuin Festival),
Rotterdam (Boekhandel Donner, De Consul, De Twijfelaar, Het Schielandhuis, Poetry International, Theaterzaal Centrale Bibliotheek)
Utrecht (Café de Leugen, Hofman Café, Nacht van de Poëzie - Vredenburg, Poëziecircus, Stadsschouwburg, Werftheater).

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27 Schriftsteller unterwegs

Vor kurzem hatte ich hier über den ersten Tag der Groninger Sprache informiert. Anlässlich dieses Tages ist eine Anthologie mit Gedichten und Geschichten erschienen.

Die Anthologie enthält Gedichte und Geschichten von Autoren aus der Provinz Groningen, Drenthe und aus Ostfriesland und liefert damit einen grenzüberschreitenden Einblick in die zeitgenössische Poesie eines gemeinsamen Sprachgebietes.

onderwegens

Folgende Autoren sind mit ihren Gedichten oder Geschichten an dieser Anthologie beteiligt:

Jan Glas - Pad , Henk Puister - Sporen,  Klaas Duursma - Krimpend kruus, Reinder Willem Hiemstra - Charel en Agnee, Aly Freije - Tussentied, Jan Siebo UfIen - Dizze raais, Fieke Gosselaar - Baltische stoaten, Käthy de Jong - Vrijhaid, Reinder van der Molen - Van Eden noar heden, Stize Sanders - Underwegens, Gerard Stout - Quo vadis, Jan Veenstra - Ofscheidsborrel,
Martin Koster - Onderwegens, Lukas Koops - Galerie, Marga Kool - Underwegens, Johannes DiekhofI - Van de Padd of, Hans-Hermann Briese - Daakland, Gerd Constapel - Marienbom, Marianne Brückmann - Unnerwegs, Carl-Heinz Dirks - Sahara, Manfred Briese - Arig Lü, Magret Specht Sandstede - Fragen, sovööl Fragen… , Jan de Jong - Onderwegens, Tonko Ufkes - Weerom, Nina Werkman - Tussenstand, Chris Kiel - Boemerang, Siet Bootsman - Lint.

Die Anthologie kann zur Zeit noch bezogen werden beim:

Huis van de Groninger Cultuur
Henk Scholte oder Margriet Dijk
0031 50 5992060 / 5992061
info@huisvandegroningercultuur.nl

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In de tuin van mijn nichtje - Im Garten der Nichte

Gedicht des Monats - Gedicht van de maand

In de tuin van mijn nichtje

Sinds wij weer bessen zoeken,
lacht het kind aan mijn hand
het praat over muizen en de maan
de stem alleen een ademhalen
Het telt de tijd op zijn vingers af
en wachten is nog niet uitgevonden
Het trekt niet graag de zwartepiet
het trekt hem altijd weer, zegt het kind
en lacht door frambozenzap door
Hier buiten zijn geen kaarten, de muizen
hoort het in het kreupelhout, ik moet dieper luisteren,
dan hoor ik ook de maan rustig slapen
waar de muizen kaas van maken
Maar meer dan bessen vinden kan ik niet

Nora Bossong   ©Vertaling: Peter Mioch

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Im Garten der Nichte

Seitdem wir wieder Beeren suchen,
lacht das Kind an meiner Hand,
von Mond und Mäusen redet es,
die Stimme nur ein Atemholen.
Die Zeit zählt es an Fingern ab
und Warten ist noch nicht erfunden.
Es zieht den Schwarzen Peter ungern,
es zieht ihn immer wieder, sagt das Kind
und lacht durch Himbeersaft hindurch.
Hier draußen gibt es keine Karten, die Mäuse
hört es im Gebüsch, ich solle tiefer horchen,
dann hör ich auch den Mond ruhig schlafen
aus dem die Mäuse Käse machen.
Doch mehr als Beeren finden kann ich nicht.

Nora Bossong

©Abdruck des Gedichtes mit freundlicher Genehmigung des Verlages zu Klampen.
Gedichttitel: Im Garten der Nichte, aus Reglose Jagd, Nora Bossong,
Herausgeber Heinz Kattner, 2007, zu Klampen Verlag, Springe

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Nora Bossong

Nora Bossong, geboren in 1982 in de Duitse stad Bremen, volgde van 2001 tot 2004 het Duitse Literaturinstituut te Leipzig en leeft op dit moment in Berlijn. Vanaf 2005 studeerde ze cultuurwetenschappen, filosofie en comparatieve literatuurwetenschap aan de Humboldt Universiteit te Berlijn, de Universiteit Potsdam en aan de La Sapienza in Rome.

In 2006 debuteerde Nora Bossong met haar roman Gegend (De buurt) bij de Frankfurter Verlagsanstalt, ISBN 3627001362. In 2007 verscheen haar dichtbundel Reglose Jagd (Roerloze Jachtpartij) bij Uitgeverij zu Klampen, ISBN 3933156882. Haar tweede roman Webers ProtokollFrankfurter Verlagsanstalt, ISBN 3627001591 verscheen in 2009.

Literaire prijzen

2001 Preisträgerin Treffen Junger Autoren (Prijswinnaar Ontmoeting Jonge Schrijvers)
2001 Bremer Autorenstipendium (Stipendium schrijvers Bremen)
2003 Klagenfurter Literaturkurs (Cursus Literatuur Klagenfurt, Oostenrijk)
2004 Leipziger Literaturstipendium
2005 Prosawerk-Stipendium der Jürgen Ponto-Stiftung (Stipendium Proza van de Jürgen-Ponto-Stichting)
2007 Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis (Wolfgang-Weyrauch-Subsidieprijs) voor haar lyriekdebuut “Reglose Jagd”
2007 Berliner Senatsstipendium (Stipendium van de Senaat in Berlijn)
2008 New York-Stipendium im Deutschen Haus (Writer in Residence in het Duitse Huis New York)
2009 Artist in Residence aan de Universiteit Nanjing (VR China)
2010 Heinrich-Heine-Stipendium (van de stad Lüneburg)

Boeken

Gegend (De buurt), romandebuut, Frankfurter Verlagsanstalt, 2006, ISBN 3627001362
Reglose Jagd (Roerloze Jachtpartij) poëziedebuut, Uitgeverij zu Klampen, 2007, ISBN 3933156882
Webers Protokoll,  roman, Frankfurter Verlagsanstalt, 2009, ISBN 3627001591

Bloemlezingen (selectie)

Karl Otto Conrady (bewerker): Der Große Conrady. Das Buch deutscher Gedichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. (De Groote Conrady. Het boek van de Duitse gedichten. Van het begin tot op heden)  (2008)
Christoph Buchwald (bewerker): Jahrbuch der Lyrik (2004, 2005, 2007)
Deppert, Fritz… (bewerker): In diesem Garten Eden : Literarischer März 15. Leonce-und-Lena-Preis 2007.  Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis 2007 (In deze Tuin van Eden : Literaire Maart 15. Leonce-en-Lena-Prijs 2007. Wolfgang-Weyrauch-Subsidieprijs), Uitgeverij Brandes & Apsel, 2007, ISBN : 978-3-86099-528-0

Gedichten in literatuurtijdschriften (selectie)

BELLA triste, Ostragehege,
Bardinale 2004, Dresden: Uitgeverij Die Scheune, Signum, Speciaal Nummer 6,
Zwischen den Zeilen (Tussen de regels)
Gedichte, Nora Bossong, in Akzente. - München : Hanser, ISSN 0002-3957, Bd. 57.2010, 1, S. 51-54, insges. 3 S

Overige

Gruber, Carola: Nora Bossong im Gespräch : Ein Tempo, dass ich selbst nicht mehr hinterher komme. In: Poet 2009, 7, 202-208
Blickwechsel — Schriftsteller und ihr Lieblingsporträt (7): Nora Bossong über den “Untitled Film Still # 54″ von Cindy Sherman In: Art, ISSN 0173-2781 (2009), 5, S.68-69
Auf Tritt Die Poesie - Namen Nora Bossong, Sprache im technischen Zeitalter. - Köln : SH-Verl., ISSN 0038-8475, ZDB-ID 204707x, 2007, 183, S. 251-252, insges. 2 S.
Auf Tritt Die Poesie - Gedichte , Nora Bossong, Sprache im technischen Zeitalter. - Köln : SH-Verl., ISSN 0038-8475, ZDB-ID 204707x, 2007, 183, S. 245-250, insges. 6 S.

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Nora Bossong wurde 1982 in Bremen geboren und lebt heute in Berlin. Von 2001 bis 2005 besuchte sie das Literaturinstitut in Leipzig. Sie studierte von 2005 an Kulturwissenschaften, Philosophie und Komparatistik an der Humboldt-Universität Berlin, der Universität Potsdam und der Universität Sapienza Rom.

Im Jahr 2006 debütierte Nora Bossong mit ihrem in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienenen Roman Gegend (ISBN 3627001362).  2007 erschien ihr Gedichtband Reglose Jagd beim Verlag zu Klampen (ISBN 3933156882). Im Jahr 2009 erschien dann wiederum in der Frankfurter Verlagsanstalt ihr Roman Webers Protokoll (ISBN 3627001591).